Was zählt zum eigenen Einkommen, was nicht?

Grundsätzlich zählen alle finanziellen Einnahmen der Bedarfsgemeinschaft (siehe auch "Was ist eine Bedarfsgemeinschaft?") zum Einkommen (Erwerbseinkommen, Arbeitslosengeld, Unterhaltszahlungen, Kinderbetreuungsgeld, Wochengeld, Krankengeld, Alterspension etc.).

Folgende Ausnahmen sind gesetzlich vorgesehen, zählen also nicht zum Einkommen:

  • Familienbeihilfe und Kinderabsetzbeträge;
  • Pflegegeld (für die pflegebedürftige Person; für pflegende Angehörige / Ehepartner zählt Pflegegeld als Einkommen);
  • Einkünfte aus Ferialbeschäftigung;
  • Sonderzahlungen (13./14. Bezüge für ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen);
  • nicht pauschalierte Abgeltungen des AMS für Teilnahme an Maßnahmen (z. B. Fahrtkosten);
  • Berufsfreibeträge (siehe entsprechendes Kapitel "Kann ich Mindestsicherung zusätzlich zum Arbeitseinkommen beziehen?");
  • Eigene geleistete Unterhaltszahlungen (gegenüber Kindern oder Partnern) werden nur soweit von der Einkommensberechnung ausgenommen, als damit das jeweilige Existenzminimum nicht unterschritten wird;
  • Leistungen von privater Seite (z. B. Unterstützung einer Sozialeinrichtung, Weihnachtsgeschenke der Familie etc.) werden nur dann als Einkommen gerechnet, wenn diese regelmäßig erbracht werden bzw. man damit die jeweiligen Mindeststandards (+ Leistungen fürs Wohnen) überschreitet;
  • Sach-und zweckbezogene Leistungen des Landes (z. B. Förderung des Kinderbetreuungsfonds, Hilfen für werdende Mütter oder bei Mehrlingsgeburten, Schulveranstaltungen oder Heizkostenzuschuss);
  • Renten, Beihilfen oder Entschädigungsleistungen nach dem Opferfürsorgegesetz, dem Kriegsopfer- und Heeresversorgungsgesetz, dem strafrechtlichen Entschädigungsgesetz und dem Heimopferrentengesetz.