Wann ist man von der Verpflichtung zu arbeiten befreit?

Grundsätzlich sind BezieherInnen der BMS verpflichtet, ihre Arbeitskraft einzusetzen.

Folgende Ausnahmen sind jedoch vom Einsatz der eigenen Arbeitskraft vorgesehen:

  • Erreichung des Regelpensionsalters (PensionistInnen, Frauen ab dem 60. und Männer ab dem 65. Lebensjahr);
  • Betreuungspflichten gegenüber Kleinkindern bis zum 3. Lebensjahr, wenn keine geeignete Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist;
  • Die überwiegende Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger ab Pflegestufe 3;
  • Sterbebegleitung oder Begleitung von schwersterkrankten Kindern;
  • Bezug einer Invaliditäts-, Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitspension.
  • Von Hilfesuchenden, die (1.) dem Ausbildungsgesetz unterliegen, (2.) dem Ausbildungsgesetz nicht mehr unterliegen, jedoch vor Vollendung des 18. Lebensjahres mit einer Erwerbs- oder Schulausbildung begonnen haben und diese zielstrebig verfolgen* und (3.) nach dem 18. Lebensjahr Asyl erhalten haben und vor dem 25. Lebensjahr eine Erwerbs- oder Schulausbildung begonnen haben und diese zielstrebig verfolgen > siehe nähere Erläuterungen pdf

*Personen, die bereits eine für Erwerbszwecke geeignete abgeschlossenen Ausbildung oder eine Schulausbildung auf Maturaniveau haben und ihre Arbeitskraft allein deshalb nicht voll einsetzen können, weil sie eine weiterführende Ausbildung absolvieren (Studium), steht ein Anspruch auf Leistungen aus der BMS nicht zu.